
FC 08 gratuliert Torwart-Legende Karl Armbrust zum 80. Geburtstag
Karl Armbrust gehörte einst zu den stärksten Torhütern im süddeutschen Fußball und feierte mit dem FC 08 Villingen den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Heute wird die 08-Legende 80 Jahre alt.
Einst war Karl Armbrust einen der stärksten Torhüter im süddeutschen Raum. Am heutigen Freitag, 21. August feiert der ehemalige 08-Keeper an seinem Wohnort Furtwangen seinen 80. Geburtstag.
Begonnen hatte seine Karriere bei den Nullachtern im Jahre 1964. Da wechselte er als 17-Jähriger von der A-Jugend seines Heimatvereins FC Vöhrenbach in den Friedengrund. Die Berufung in die süddeutsche Jugendauswahl war der frühe Lohn für starken Leistungen und bereits als Jugendspieler kam auch schon zu Einsätzen in der von Hans Neumeier trainierten ersten 08-Mannschaft.
Hinter Routinier Fritz Weber wurde Karl Armbrust in der darauffolgenden Runde Ersatzkeeper der ersten Garnitur und sammelte daneben Spielpraxis in der Reserveelf. Unvergessen wird für Karl Armbrust der 7. Mai 1966 bleiben. In der entscheidenden Partie zur Meisterschaft in der Schwarzwald-Bodensee-Liga musste der FC 08 beim FC Tuttlingen unbedingt gewinnen. In einer heiß umkämpften Begegnung vor fast 3000 Zuschauern und zahlreichen mitgereisten 08-Fans verletzte sich kurz vor Schluss Stammtorwart Fritz Weber beim Stand von 3:2 für die Nullachter bei einer Rettungstat schwer. Für ihn kam Karl Armbrust aufs Feld, der bereits im Vorspiel mit der Reserveelf, den Meistertitel geholt hatte. Da er keinen Tuttlinger Treffer mehr zuließ, durfte er auch mit der ersten Mannschaft die lange ersehnte Meisterschaft und Teilnahme zur Aufstiegsrunde in die Regionalliga Süd, der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse, bejubeln.

Stolz präsentiert Karl Armbrust 1966 nach dem Titelgewinn in der Schwarzwald-Bodensee-Liga den Meisterwimpel.
Die sollte für Karl Armbrust dann ein Sprungbrett werden. Denn die Nullachter schlugen sich im Duell mit den Vertretern aus Südbaden (SV Oberkirch), Nordbaden (Germania Forst) und Württemberg (Normannia Gmünd) überraschend gut und lösten in Villingen eine Fußballeuphorie aus. Doch ausgerechnet vor den letzten entscheidenden Begegnungen flog Stammkeeper Fritz Weber bei einer hitzigen Partie in Forst nach einer Tätlichkeit vom Platz und war gesperrt. Jetzt stand Karl Armbrust bei den entscheidenden Begegnungen in Oberkirch (2:1) und zuhause gegen Normannia Gmünd (2:2) zwischen den Pfosten und lieferte Glanzleistungen ab. Am Ende erreichten die Nullachter den nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die Regionalliga Süd.
Dort avancierte „Karle“ Armbrust schnell zum Stammspieler. Er gehörte mit seinen starken Vorstellungen dann Saison für Saison stets zu den Leistungsträgern im 08-Team. Schlagzeilen wie „An Armbrust scheiterte der Karlsruher Angriff“, „Armbrust Held des Tages“, „Großartige Partie von Torwart Armbrust in Reutlingen“ oder „Torwart Armbrust rettete einen Punkt“, zeugten von der Klasse des athletischen Schlussmanns mit der perfekten Strafraumbeherrschung.

Riesenjubel nach dem sensationellen 2:0-Sieg beim KSC in der Saison 1968/69. Neben Karl Armbrust freuen sich Torjäger Gerd Klier, Ivan Perusic und Trainer Rudi Faßnacht (von links).
Besonders in Erinnerung dürfte Karl Armbrust noch der sensationelle 2:0-Erfolg beim hoch favorisierten KSC in der Saison 1968/69 sein. Nach dem Abstieg des FC 08 aus der Regionalliga wechselte er 1972 zum Freiburger FC. Dort spielte Armbrust noch bis zur Saison 1981/82 für die Breisgauer unter anderem in der zweiten Bundesliga und beendete danach seine aktive Laufbahn.

Vom ersten Vorsitzenden Paul Riegger und Spielerobmann Hans Mick (von links) wurde Karl Armbrust im Mai 1970 geehrt. Gleichzeitig erhielt für 100 Spiele Ivan Persusic einen Blumenstrauß.
Den FC 08 hatte sich der ehemalige Hauptschullehrer zuletzt auf Einladung des Vereins beim diesjährigen Pokalfinale in Offenburg gegen den Bahlinger SC angeschaut. Die Nullachter wünschen Karl Armbrust zu seinem 80. Geburtstag alles Gute, vor allem viel Gesundheit und würde sich freuen, ihren einstigen Klassetorwart auch mal wieder im Friedengrund in der MS Technologie-Arena begrüßen zu dürfen.

Souverän fängt Karl Armbrust beim Heimspiel gegen Nürnberg 1971 den Ball ab.