Siegesserie hält an – in der Liga wie im Pokal

Die letzten Wochen hätten für den FC08 Villingen fast nicht besser laufen können. Die erste Mannschaft ist nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen den FC Nöttingen und dem überzeugenden 6:1-Kantersieg im Pokal gegen den alten Rivalen Offenburger FV seit mittlerweile acht Spielen ungeschlagen. Der Sieg im Pokal bedeutete der vierte Sieg in Folge und der Einzug ins Pokalviertelfinale vor 800 begeisterten Zuschauern im ebm-Pabst-Stadion.

Dabei mussten die Nullachter sogar einen frühen Rückstand aufholen. Nach nicht einmal einer Minute traf Fabian Herrmann für den OFV gegen den jungen FC08-Torhüter Jonas Huchler, der an diesem Tag Stammkeeper Christian Mendes vertrat und zunächst glaubte, er sei im falschen Film. Doch bereits in Minute 14 und 24 wandelte Nullacht-Torjäger Yanick Haag das Ergebnis in ein 2:1 um. Als Mauro Chiurazzi noch vor der Pause das 3:1 erzielte, waren die Gesichtszüge der Nullacht-Verantwortlichen schon deutlich entspannter. Daran sollte sich auch nichts mehr ändern. Zwar hielt das Offenburger Abwehr-Bollwerk noch bis zur 65 Minute. Dann trafen aber Benedikt Haibt und vier Minuten später Tobias Weißhaar zum 5:1. Wiederum Mauro Chiurazzi machte in der 77. Minute zur Freude der Zuschauer das halbe Dutzend voll.

Für ein Nullachtspiel ungewöhnlich arm an Toren verlief vergangenes Wochenende das Südbadenderby in der Oberliga Baden-Württemberg gegen den SV Oberachern. „Das war nicht verwunderlich. Uns liegen eher Teams, die mehr auf die Offensive setzen“, konstatierte FC08-Geschäftsführer Mario Ketterer. Es war ein absolutes Geduldsspiel für Trainer Maric, seine Spieler und die 650 Zuschauer. Abermals zeigte sich, dass FC08-Torjäger Yanick Haag ein Glücksgriff für die Nullachter in der Saison ist. Nach schöner Hereingabe von Dragan Ovuka traf er in der 70. Minute zum vielumjubelten 1:0 – was bedeutete, dass der FC08 in der Tabelle auf Rang 3 vorrückte. „Oberachern hatte ich so defensiv vermutet, wie sie auftraten. Deshalb mussten wir auf unsere Chancen warten“, zeigte sich Trainer Jago Maric mit dem Arbeitssieg zufrieden. Besonders anrührend war die Tatsache, dass die FC08-Spieler ihren Sieg ihrem verletzten Mannschaftskameraden Stjepan Geng widmeten, der mit einem Kreuzbandriss und Meniskusschaden mindestens ein halbes Jahr ausfallen wird. Die Spieler hielten nach dem Spiel das Trikot von Geng hoch.

Jetzt geht es zum Göppinger SV. Ein alter Rivale aus früheren Oberliga-Zeiten, der lange in der Versenkung verschwunden war. 2016 war man nach 31 Jahren Abstinenz wieder ins baden-württembergische Fußball-Oberhaus zurückgekehrt – zwischenzeitlich waren die Göppinger sogar bis in die Bezirksliga abgestiegen. Die Saison läuft bisher zufriedenstellend für die Württemberger mit Rang 10 und 12 Punkten aus den bisher neun Spielen. Allerdings gab es im Achtelfinale des WFV-Pokals am Tag der deutschen Einheit einen Rückschlag. Den Heimvorteil konnten die Göppinger gegen den Oberliga-Rivalen SGV Freiberg nicht nutzen und unterlagen mit 1:3. Dies könnte im Heimspiel am Samstag, 6. Oktober, um 14 Uhr ein psychologischer Nachteil gegenüber den Nullachtern bedeuten, die mit breiter Brust anreisen werden.

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